Die Tonkabohne: Das kräftige Aroma aus Südamerika

Heute machen einen Ausflug nach Südamerika, um dort mehr über den Tonkabohnenbaum zu erfahren. Dieser produziert die gleichnamige Tonkabohne, welche weltweit zunehmendes Interesse genießt. Was auf ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche zurückzuführen ist. Wie schmeckt die Tonkabohne? Was sind ihre wertvollsten Inhaltsstoffe? Besitzt sie wissenswerte Nebenwirkungen bei Überdosierung? Das klären wir alles Schritt für Schritt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Tonkabohne

Wichtig: Die Tonkabohne versteht sich als Gewürz und wird nur bedingt zu den Superfoods gezählt! Bei ihr wird an erster Stelle stets das Cumarin genannt. Der sekundäre Pflanzenstoff hat das Potential Entzündungen zu minimieren und Krämpfe zu verhindern. In manchen Kulturen dient ihr Verzehr sogar als Aphrodisiakum (Quelle: https://supernahrung.com/tonkabohne/).
Bei den Nährwerten fällt auf, dass die Tonkabohne sehr energiereich ist. Sie besteht etwa zur Hälfte aus Kohlenhydraten und davon sind wiederum knapp 9 Prozent Zucker. An zweiter Stelle kommen die Fette, welche rund ein Viertel der Masse einnehmen. Wobei die gesättigten Fettsäuren in der Unterzahl sind. Beim Eiweiß ist mit etwa 13 Gramm auf 100 Gramm Rohmasse zu rechnen.

Wie schmeckt eine Tonkabohne?

Schon beim Öffnen der Packung oder Dose entströmt ein sehr intensives Aroma. Viele vergleichen es mit einer Mischung aus Bittermandel und Vanille. Auf der Zunge entfaltet sich eine intensive Süße.

Welche Dosierung wird empfohlen?

So spannend sich dies auch alles liest, man sollte es nicht mit der Tonkabohne übertreiben. Eben weil sie so intensiv schmeckt und reich an Cumarin ist, gilt es vorsichtig zu sein. Eine Tonkabohne wiegt um die 1,5 Gramm. Davon sind etwa drei Prozent das Cumarin. Laut der European Food Safety Authority werden pro Tag nur 0,1 Milligramm pro Kilogramm an Körpergewicht empfohlen. Wir reden hier also wirklich von nur sehr wenige Tonkabohnen pro Tag, um die angeratene Dosierung nicht zu überschreiten.
Weshalb wir unsere Tonkabohnen im Shop nur in sehr geringen Mengen pro Packung verkaufen.
Welche Nebenwirkungen könnten ansonsten auftreten? Eine zu hohe Einnahme von Cumarin kann die Leber schädigen. In manchen Ländern, bspw. den USA, gilt sie als verboten. Aus dem Grund, dass man sie sehr leicht überdosieren kann.

So wird die Tonkabohne in der Küche verwendet

Nun zum praktischen Teil. Als intensives Gewürz braucht es von der Tonkabohne nicht viel, um Speisen und Gerichte zu verfeinern. Sie wird gerieben oder mit aufgekocht. Einsteigern sei empfohlen, wirklich nur mit einer Bohne zu beginnen. Um zu schauen, wie gut sie vertragen wird.
So lässt sie sich bspw. in die Milch reiben. Eine Muskat- oder Parmesanreibe erzeugt ein feines Pulver. Dieses unter die warme Milch heben und gut vermengen. Bei Gerichten wiederum trennen sich die Tonkabohnen-Liebhaber. Die einen nutzen ihre Süße für Desserts, Marmeladen und Kuchen aus. Eine Bohne kann dabei größere Mengen Teig süßen.
Die anderen zaubern mit ihr herzhafte Speisen. Wie wäre es bspw. mit einem Tonkabohnen-Kartoffelpüree? Schmackhafte Soßen auf Basis herb-süßer Mischungen, können asiatische Mahlzeiten aufpeppen. Manche wagen sich mit der Tonkabohne sogar an Fisch. Für alles Weitere gibt es eine kleine Eselsbrücke: Wo der Vanille-Geschmack passt, ist auch die Tonkabohne empfehlenswert.

Was gilt es beim Kauf von Tonkabohnen zu beachten?

Wir raten zu einem 100%ign Naturprodukt. Also ohne Zusatzstoffe und weitere Zutaten in höchster Bio-Qualität. Frei von Geschmacksverstärkern und extra Zucker, um die Tonkabohnen nicht zu strecken. Die rohen Bohnen sind etwas günstiger als das gemahlene Pulver, da ein Arbeitsschritt fehlt.
Sinnvoll ist es außerdem, wenn möglichst viel über den Anbau sowie die Verarbeitung bekannt ist. So sollten Tonkabohnen bspw. möglichst schonend trocknen, um ihr volles Aroma entfalten zu können.

Anbau, Verbreitung & Geschichtliches zur Tonkabohne

Eine erste schriftliche Erwähnung ergab sich bei der Tonkabohne im Jahr 1775. Wie bereits erwähnt, wächst und gedeiht sie in Südamerika. Dort vorzugsweise in den nördlichen Gebieten. Dazu zählen Guyana, Venezuela, Surinam sowie einige Teile Brasiliens. Für den weltweiten Bedarf erfolgt der Anbau nicht nur dort, sondern auch in Nigeria, Kenia und Trinidad.
Der Tonkabohnenbaum erreicht bis zu 30 Meter und wird im Stamm maximal einen Meter dick. Mit den Jahren entwickelt seine Rinde eine starke Struktur und einen gräulichen Schimmer. Im Inneren ist ein rötlich-braunes Holz zu finden.
Auffallend sind seine bis zu 20 cm langen Blätter, welche als eiförmig bis elliptisch beschrieben werden. Um ideal wachsen zu können, ist für den Baum eine hohe Luftfeuchtigkeit notwendig. Zudem mag er nicht in direkter Sonne stehen. Dafür benötigt der Tonkabohnenbaum relativ wenige Nährstoffe.
Wenn alle Bedingungen stimmig sind, bildet er rosafarbene Blüten aus. Daraus bildet sich eine grüne Steinfrucht, welche mit der Zeit braun wird. Das gelbe Fruchtfleisch enthält keinen Geschmack und riecht streng. Interessant ist deshalb nur der dunkelbraune bis schwarze Samen.
Beim Anbau ist vor allem auf Papageien und Fledermäuse zu achten. Sie lieben das Fruchtfleisch und besuchen deshalb die Tonkabohnen-Plantagen nur zu gern. Jedoch tragen sie damit auch zur Verbreitung des Baumes bei. Darüber hinaus ist er gegenüber einer Handvoll von Pilzarten anfällig.

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